Korfu auf einen Blick
- Anreise ab Igoumenitsa
- Lokalfähre mit Auto, mehrmals täglich
- Überfahrtsdauer
- 70–90 Minuten
- Direktfähre ab Italien
- Ja – Grimaldi Lines ab Brindisi und Ancona
- Beste Monate
- Mai–Juni, September–Oktober
- Auto an Bord?
- Ja, auf allen genannten Verbindungen
Warum Korfu als erstes Ziel nach der Fähre
Wenn du in Igoumenitsa von Bord fährst, liegt der Gedanke an eine Insel meistens nicht sofort nahe – die Straße Richtung Süden nach Patras oder weiter zum Peloponnes zieht viele erst mal weiter aufs Festland. Dabei liegt Korfu buchstäblich um die Ecke: Der Hafen der Lokalfähre in Igoumenitsa ist innerhalb weniger Minuten vom Fährterminal aus erreichbar, und die Insel selbst ist von dort aus näher als so mancher Strand auf dem Festland.
Für alle, die mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil unterwegs sind, ist das ein Vorteil, den man sich nur selten so einfach macht: ein, zwei Tage Insel als Auftakt oder Abschluss der Griechenland-Rundreise, ohne dafür eine lange Ägäis-Überfahrt in Kauf nehmen zu müssen. Korfu ist groß genug, dass sich der Umweg lohnt, und nah genug, dass er keinen ganzen Reisetag kostet.
So kommst du hin
Die naheliegendste Variante: Du kommst mit der Adriafähre in Igoumenitsa an, fährst mit dem Auto vom Fährhafen in die Stadt und setzt mit der Lokalfähre nach Korfu-Stadt über. Auf dieser Strecke sind mehrere Reedereien unterwegs – Kerkyra Lines, Kerkyra Seaways und Lefkimmi Lines –, die Überfahrt dauert 70 bis 90 Minuten, und im Sommer stehen dir bis zu rund 25 Abfahrten am Tag zur Auswahl, von früh morgens bis fast Mitternacht. Damit lässt sich der Übersetztermin flexibel um die eigene Ankunftszeit in Igoumenitsa herum planen. Neben der Route nach Korfu-Stadt gibt es außerdem eine Verbindung nach Lefkimmi im Süden der Insel, die sich anbietet, wenn dein Ziel eher der ruhigere Süden ist.
Die Alternative: direkt ab Italien. Grimaldi Lines bedient sowohl die Route Brindisi–Korfu als auch Ancona–Korfu – unsere Seite zu den Direktfähren Italien–Korfu vergleicht alle drei Sommer-Routen –, sodass du Igoumenitsa komplett umgehen und mit dem Auto direkt auf der Insel von Bord fahren kannst. Das lohnt sich vor allem, wenn Korfu dein einziges oder erstes Ziel in Griechenland ist und du keinen Zwischenstopp auf dem Festland brauchst. Wer ohnehin über Brindisi reist, findet Details zur Strecke auf der Seite zur Route Brindisi–Igoumenitsa, die auf denselben Diensten teils bis Korfu oder weiter nach Igoumenitsa führt. Wer von weiter nördlich kommt, vergleicht am besten die Route Bari–Igoumenitsa als Alternative mit anschließender Lokalfähre.
Was sich lohnt
Die Altstadt von Korfu ist UNESCO-Weltkulturerbe und der naheliegende erste Stopp nach der Ankunft: enge venezianische Gassen, die Liston-Arkaden mit ihren Cafés und zwei venezianische Festungen, die die Stadt auf beiden Seiten einrahmen. Ein Spaziergang durch die Altstadt lässt sich gut mit einem Kaffee unter den Arkaden verbinden, bevor es weiter auf die Insel geht.
Südlich der Stadt liegt der Achilleion-Palast, einst Rückzugsort der österreichischen Kaiserin Elisabeth („Sisi"). Wer sich für die Geschichte der Insel jenseits der Fähranbindung interessiert, findet hier einen konkreten Anhaltspunkt für einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden.
An der Westküste liegt Paleokastritsa mit seinen Buchten und dem Kloster über dem Wasser – von der Altstadt aus mit dem Auto in überschaubarer Zeit zu erreichen. Wer weiter in den Westen will, kommt an Agios Gordios vorbei; wer stattdessen den Norden ansteuert, findet um Kassiopi und Sidari herum die olivenbestandenen Hügel, die für den Norden der Insel typisch sind. Der Unterschied zwischen Norden und Westen ist spürbar: Der Norden ist grüner und ruhiger, der Westen felsiger mit einzelnen markanten Buchten. Mit dem eigenen Auto lässt sich beides an einem Tag verbinden, ohne an Fahrpläne von Bussen oder Ausflugsbooten gebunden zu sein.
Kein Mietwagen nötig
Da die Lokalfähre ab Igoumenitsa dein Fahrzeug mitnimmt, sparst du dir auf Korfu einen separaten Mietwagen. Und falls du weiterreisen willst: Zurück nach Igoumenitsa mit derselben Fähre und von dort weiter Richtung Süden, etwa zur Brücke nach Lefkada, ist eine naheliegende Fortsetzung der Route.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Fähre von Igoumenitsa nach Korfu und wie oft fährt sie?
70 bis 90 Minuten, ganzjährig, im Sommer mit bis zu rund 25 Abfahrten täglich von früh morgens bis kurz vor Mitternacht. Betreiber sind unter anderem Kerkyra Lines, Kerkyra Seaways und Lefkimmi Lines.
Kommt man auch direkt ab Italien nach Korfu?
Ja, Grimaldi Lines fährt Brindisi–Korfu und Ancona–Korfu direkt an. Ein Umweg über Igoumenitsa ist also nicht zwingend nötig.
Braucht man auf Korfu ein Auto?
Zwingend nicht, aber praktisch – vor allem, weil du dein eigenes Fahrzeug ohnehin auf der Lokalfähre mitnehmen kannst und dir so einen Mietwagen sparst. Für Paleokastritsa, den Norden und den Achilleion-Palast bist du damit unabhängig von Bus- und Tourenzeiten.
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