Kefalonia auf einen Blick
- Anreise
- Patras → Kyllini (ca. 1 Std.) → Fähre nach Poros (Kefalonia)
- Überfahrt Kyllini–Poros
- 1 Std. 30 Min., mehrmals täglich (Levante Ferries)
- Sommer-Alternative
- Über Lefkada und die Saisonfähre Vasiliki–Fiskardo (Juni–September)
- Beste Monate
- Mai–Juni, September–Oktober
- Auto an Bord?
- Ja, auf beiden Strecken
Warum Kefalonia
Kefalonia ist mit Abstand die größte der Ionischen Inseln – und landschaftlich auch die dramatischste. Steile Kalksteinklippen fallen im Westen fast senkrecht ins Meer, im Landesinneren wechseln sich Weinberge mit dichten Tannenwäldern ab, und mit dem Ainos-Nationalpark liegt hier der höchste Berg der gesamten Inselgruppe. Wer nach der Adria-Fähre eine zweite Woche für einen Griechenland-Roadtrip einplant, findet auf Kefalonia genug Abwechslung, um nicht nur durchzufahren, sondern ein paar Tage zu bleiben.
Im Guide zu den Ionischen Inseln tauchen Korfu, Lefkada und Zakynthos oft zuerst auf – Kefalonia bleibt dagegen ruhiger, obwohl sie mit dem Auto genauso direkt von der Fähre aus erreichbar ist. Sie eignet sich gut als zweite oder dritte Station nach der Ankunft in Patras, bevor es weiter Richtung Norden zu Lefkada oder Korfu geht.
Anreise mit dem Auto
Der Hauptweg beginnt in Patras, wo die meisten Adriafähren aus Italien anlegen. Von dort fährst du rund eine Stunde südwärts an der Westküste der Peloponnes entlang bis nach Kyllini – eine unkomplizierte Strecke ohne nennenswerte Steigungen. In Kyllini übernimmt Levante Ferries die Weiterfahrt: Die Fähre nach Poros auf Kefalonia braucht 1 Stunde 30 Minuten und verkehrt mit insgesamt 28 Abfahrten pro Woche mehrmals täglich, sodass sich die Ankunft in Patras meist gut mit einer Abfahrt ab Kyllini verbinden lässt. Dein Auto fährt mit aufs Autodeck, ein Umladen ist nicht nötig.
Kommst du im Sommer aus Igoumenitsa und näherst dich von Norden, bietet sich eine andere Route an: Du fährst über die Brücke nach Lefkada – dafür brauchst du keine Fähre, die Insel ist fest mit dem Festland verbunden – und nimmst von dort aus die Saisonfähre Vasiliki–Fiskardo. Diese Verbindung (West Ferry / Ionion Pelagos) fährt nur von Juni bis September, dauert etwa eine Stunde und setzt dich direkt im Norden Kefalonias ab, statt dass du erst den ganzen Weg über Kyllini fahren musst.
Was sich lohnt
Myrtos Beach an der Nordwestküste ist der Strand, den die meisten Kefalonia-Fotos zeigen: eine Bucht aus hellen Kieseln, eingerahmt von steil abfallenden weißen Felswänden. Der Blick vom Aussichtspunkt oberhalb lohnt sich, auch wenn du nicht bis zum Wasser hinuntergehst.
Die Melissani-Höhle ist ein teilweise eingestürzter unterirdischer See – durch das offene Höhlendach fällt Tageslicht direkt aufs Wasser. Ganz in der Nähe liegt die Drogarati-Tropfsteinhöhle mit ihren Stalaktiten und einer Kammer, die wegen der Akustik gelegentlich für Konzerte genutzt wird.
Assos, eine schmale Halbinsel im Norden, wird von einer venezianischen Festungsruine überragt; der Weg dorthin führt an einer kleinen Bucht mit Fischerhäusern vorbei. Fiskardo am nördlichen Zipfel der Insel ist das einzige Hafendorf, das das Erdbeben von 1953 weitgehend unbeschadet überstanden hat – deshalb wirken die pastellfarbenen Häuser hier venezianisch, während der Rest der Insel nach dem Beben größtenteils neu aufgebaut wurde. Das gilt auch für die Hauptstadt Argostoli, die moderner aussieht als man erwartet, aber mit ihrer Uferpromenade und den Restaurants trotzdem angenehm ist.
Wer mehr Zeit hat, fährt in den Ainos-Nationalpark – benannt nach dem höchsten Berg der Ionischen Inseln – oder probiert Robola, den trockenen Weißwein, der auf den Kalksteinböden der Insel wächst.
Inselrunde statt Hin- und Rückfahrt
Wenn du aus Igoumenitsa kommst, lässt sich aus An- und Abreise eine kleine Inselrunde machen: hin über die Brücke nach Lefkada und die Sommerfähre Vasiliki–Fiskardo, zurück über die Strecke Poros–Kyllini–Patras. So siehst du sowohl den Norden als auch den Süden Kefalonias, ohne dieselbe Strecke zweimal zu fahren.
Häufige Fragen
Wie kommt man mit dem Auto nach Kefalonia?
Der Standardweg führt über Patras: Von dort fährst du etwa eine Stunde nach Kyllini und nimmst dort die Fähre nach Poros auf Kefalonia. Im Sommer ist auch eine Route über Lefkada und die Saisonfähre Vasiliki–Fiskardo möglich.
Wie lange dauert die Fähre ab Kyllini?
Die Überfahrt von Kyllini nach Poros mit Levante Ferries dauert 1 Stunde 30 Minuten. Es gibt mehrmals täglich Abfahrten, insgesamt 28 pro Woche.
Geht es auch über Lefkada?
Ja, aber nur saisonal: Von Juni bis September verkehrt die Fähre Vasiliki–Fiskardo (rund 1 Stunde), erreichbar über die Brücke nach Lefkada. Außerhalb dieser Monate führt der Weg über Kyllini.
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